MINT in Europa - Chancen für Unternehmen und Fachkräfte

powered by RunKom GmbH
18.07.2014
von der MINT Redaktion | #mintmagazin

MINT in Europa - Chancen für Unternehmen und Fachkräfte

Am besten wir warnen Sie gleich zu Beginn: Dieser Artikel bricht ein wenig mit üblichen Mustern. Denn normalerweise lassen sich Fragen in der Überschrift von Artikeln mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Das ist bei uns heute nicht der Fall. Denn ob MINT für europäische Unternehmen und Fachkräfte eine Chance darstellt, lässt sich nicht klar beantworten. Das liegt nicht zuletzt an den politischen Rahmenbedingungen und der Mentalität, die vielerorts noch vorherrscht.

MINT-Fachkräfte sind zwar gefragt und viele Unternehmen klagen über den allgegenwärtigen Fachkräftemangel, doch diese Klagen führen nicht immer zu konkreten Handlungen. Vor allem eine gemeinsame, europaweit koordinierte Initiative von Politik und Wirtschaft lässt nach wie vor auf sich warten.

Horizon 2020 und weitere Initiativen

An Initiativen und Bemühungen, dem existierenden und drohenden MINT-Fachkräftemangel entgegenzuwirken, mangelt es derweil nicht. Die Europäische Union ist beispielsweise mit Horizon 2020 - dem Nachfolgeprogramm der Lissabon-Strategie - bereits seit Jahren mit sieben Leitinitiativen darum bemüht, MINT in Europa zu stärken. Über diese und andere Programme haben wir bereits in einem früheren Artikel ausführlich berichtet. 

In Deutschland gibt es ebenfalls zahlreiche Initiativen. Eine davon ist das neu gegründete Lehrer Forum MINT, das erst vor kurzem sein Thesenpapier zum Thema veröffentlicht hat. Und auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) engagiert sich aktiv bei den Themen MINT und MINT-Förderung

 

Das Bewusstsein für die Bedeutung von MINT-Fachkräften scheint in Europa daher vorhanden zu sein. Sollten daraus nicht auch sehr gute Chancen für Fachkräfte und Unternehmen folgen? Mitnichten, denn… 

...zahlreiche Unternehmen sehen ausländische Fachkräfte lediglich als Notlösung und gehen das Thema skeptisch und zurückhaltend an.

...das Ausbildungsangebot im MINT-Bereich lässt - trotz aktueller Bemühungen deutscher Unternehmen - noch immer zu wünschen übrig.

...die gesellschaftliche Akzeptanz ausländischer Fachkräfte ist in manchen Branchen und Regionen nach wie vor gering.

...Unternehmen gehen bei der Suche nach MINT-Fachkräften teilweise noch veraltete und wenig zielführende Wege, statt sich aktueller Kommunikationskanäle und Strategien zu bedienen. 

 

Diese und weitere Faktoren führen in Kombination dazu, dass dem Bedarf an Fachkräften noch nicht die konzentrierten und koordinierten Initiativen entgegenstehen, die für die Lösung des Problems notwendig wären.

 

MINT in Europa: Mehr Engagement ist gefragt

Um die Chancen von Unternehmen und Fachkräften im MINT-Bereich nachhaltig zu verbessern, ist daher weiteres Engagement von Politik und Wirtschaft nötig. Da in Deutschland aktuell fast alle MINT-Fachkräfte berufstätig sind - aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zu Folge liegt die Arbeitslosenquote bundesweit bei nur 3,7 Prozent - sollten sich auch mittelständische Unternehmen mit einer kombinierten Strategie anfreunden. 

Diese kann konkret aus einer Kombination ausländischer Fachkräfte mit der Steigerung des unternehmenseigenen Ausbildungsangebots bestehen. Unternehmen können so den aktuellen Bedarf decken und perspektivisch Lücken und Engpässe vermeiden. 

Grundsätzlich ist eine noch engere Kooperation von Politik und Wirtschaft - europaweit - beim Thema MINT wünschenswert. Dann stehen die Chancen für MINT-Fachkräfte und Unternehmen sehr gut. 

P.S.: Hoch qualifizierte MINT-Fachkräfte finden Arbeitgeber auf der European MINT Convention. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme - als Aussteller oder Besucher.

 

  Folge uns auch auf:

   Twitter | Facebook | Google+ | Youtube-Kanal    

#MINTMAGAZIN