Mythos Fachkräftemangel? Auch im MINT-Bereich?

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25.07.2014
von von der Redaktion | #mintmagazin

Mythos Fachkräftemangel? Auch im MINT-Bereich?

Der vielbeschworene Fachkräftemangel ist aktueller denn je – nicht zuletzt aufgrund eines aktuellen ARD-Beitrags mit dem klangvollen Titel „Der Arbeitsmarktreport - das Märchen vom Fachkräftemangel“. Der Tenor des Beitrags: Einen echten Fachkräftemangel gibt es nicht. Der Fachkräftengpass und der oft beklagte Mangel sind weitgehend hausgemacht, da viele Branchen und Unternehmen bestehende Potenziale nicht ausschöpfen.

In die gleiche Kerbe schlägt ein Blog-Duett von Lars Hahn, Geschäftsführer des Bildungsträgers LVQ und Experte für Jobsuche und Bewerbung, und Bettina Schöbitz, Freiberuflerin und Respektspezialistin. Beide vertreten den Standpunkt, dass der Fachkräftemangel auf einen Mangel an Wertschätzung auf Seiten der Unternehmen und Arbeitgeber zurückzuführen ist.

 

Ist der Fachkräftemangel also nur ein Mythos ohne jegliche Substanz?

 

Fachkräftemangel: Ein Problem... im kleinen Rahmen

Unserer Meinung nach ist die Antwort auf diese Frage vielschichtig. Wir stimmen Lars Hahn beispielsweise völlig zu wenn er schreibt:

 

Gerade kleinen und mittleren Unternehmen bietet die Veränderung auf dem Arbeitsmarkt große Chancen. Wenn sie investieren in Personalmarketing und aktives Recruiting durch Netzwerken, können sie mit den „Großen“ mithalten. Sogenannte “Hidden Champions” sollten sich auch als Arbeitgeber bekannt machen. Zum Beispiel durch Präsenz und Kooperationen mit Hochschulen, durch Teilnahme an Programmen wie „Schule und Wirtschaft“. Viele Betriebe tun das bereits erfolgreich und sind ihren Wettbewerbern um die besten Kräfte voraus.

 

Wie wir bereits in unseren „7 Strategien gegen den Fachkräftemangel“ beschrieben haben, können sich Unternehmen durch aktive Netzwerkarbeit, strategisches Employer Branding und eine aktive Ansprache potenzieller Bewerber hervorragend positionieren. So lässt sich einem individuellen Fachkräftemangel für ein konkretes Unternehmen vorbeugen oder entgegenwirken.

 

Auch Respektspezialisten Bettina Schöbitz stimmen wir daher voll zu, wenn Sie über "Die Lügen vom Fachkräftemangel" schreibt:

Verantwortungsvolle Unternehmer stellen sich der Herausforderung gezielt und zeitnah. Sie sorgen dafür, dass ihr Unternehmen anziehend auf potentielle Kandidaten (und so ganz nebenbei auch auf Kunden…!) wirkt. Indem es für gute Leistung angemessen bezahlt. Indem Menschen mit Wertschätzung für ihr Können und ihr Engagement behandelt und diese fördert. Indem es Menschen wohlüberlegt nach deren Fähigkeiten und Interessen einsetzt und so das Optimum an Motivationspotential schafft – statt ausschließlich die Bedürfnisse des Unternehmens zu betrachten.

 

Dennoch gibt es Regionen und Branchen, in denen es nach wie vor zu Fachkräfteengpässen und sogar einem echten Fachkräftemangel kommen kann. Denn die Tatsache, dass es genug qualifizierte oder potenzielle Fachkräfte gibt, bedeutet nicht automatisch, dass diese auch dort arbeiten oder arbeiten wollen, wo die Unternehmen mit entsprechendem Bedarf angesiedelt sind.

 

Mit Wertschätzung gegen den Fachkräftemangel

Neben dem aktiven Employer Branding und der intensiven Suche nach Fachkräften – attraktive Arbeitsbedingungen vorausgesetzt – können Unternehmen jedoch eine weitere Strategie verfolgen, um Fachkräftemangel gar nicht erst entstehen zu lassen: Interne Qualifizierung und Weiterbildung.

Diese Strategie kostet sicherlich Zeit und Geld, bietet jedoch mehrere Vorteile.

Denn Unternehmen können...

  • Fachkräfte auf ihren individuellen Bedarf hin qualifizieren und aufbauen.
  • Fachkräfte und Mitarbeiter langfristig an sich binden.
  • die eigene Personalplanung mittel- und langfristig steuern und vorbereiten.
  • sich positiv von anderen Unternehmen abheben und sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Der dafür notwendige Aufwand lohnt sich, denn durch konsequente Qualifizierung und Weiterbildung wird der Fachkräftemangel über kurz oder lang für Unternehmen tatsächlich zum Mythos und Märchen... das dann nie Realität wird.

 

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