Was macht eigentlich unser Fachkräftemangel?

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11.06.2014

Was macht eigentlich unser Fachkräftemangel?

Immer mehr Abiturienten entscheiden sich für ein MINT – Studium, selbst der weibliche Anteil an MINT -Akademikerinnen nimmt stetig zu. Die Gehälter werden besser und es kommen immer mehr hoch-qualifizierte ausländische MINT Spezialisten nach Deutschland, um unsere Wirtschaft mit anzukurbeln. Doch Vorsicht! Die Lage bleibt weiterhin angespannt und kritisch!

Diese positive Trendwende ist sicherlich den engagierten MINT-Initiativen, -Vereinen, -Projekten, -Botschaftern und -Arbeitgebern zu verdanken, die durch ihr Engagement bereits viele Jugendliche für das Thema MINT begeistert haben. Natürlich liegt dieser Zuwachs aber auch an den doppelten Abitur-Jahrgängen und dem Wegfall der Wehrpflicht. Auf den ersten Blick sind viele positive Entwicklungen erkennbar, schaut man aber ein zweites Mal auf den allseits bekannten Fachkräftemangel, so bietet er doch unverändert recht viel Diskussionsstoff.

 

Engpässe bleiben weiterhin bestehen
Gerade durch die anstehende und sich bereits in Teilen darstellende Energiewende und dem Trend nach immer höheren Qualifikationen, wird die Nachfrage nach MINT–Kräften nicht nur weiterhin Bestand haben, sondern sogar zunehmen. In den Gruppen der Akademiker, der Meister und Techniker wie auch im Handwerk gibt es immer noch mehr offene Stellenangebote als Arbeitssuchende. Es gab (Stand März 2013) über 122.000 unbesetzte Stellenangebote, davon mehr als 64.000 im Bereich der hoch komplexen Expertentätigkeiten, mehr als 28.000 im Bereich komplexer Spezialistentätigkeiten und über 30.000 auf der Ebene der fachlich ausgerichteten Tätigkeiten. Es bleibt zu erwarten, dass bis 2016 somit jährlich rund 112.000 MINT–Kräfte benötigt werden und bis 2021 dieser Bedarf sogar auf über 120.000 steigen wird. Dies geht aus dem MINT-Frühjahrsreport 2013 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. hervor.

 

Angespannte Lage, trotz positiver Entwicklung
Die immer noch sehr hohen Studien-Abbrecherquoten, vor allen Dingen in den Fächern Maschinenbau und Elektrotechnik, werden auch mittelfristig dazu führen, dass der Fortschritt in Deutschland an Dynamik verlieren wird. Die bisherigen Bildungsausländer, werden unverändert zu einem großen Teil Deutschland nach dem Studium wohl wieder verlassen. Es ist also sehr wichtig, die Willkommenskultur in Deutschland zu stärken und bei diesen Absolventen zunehmend für die dauerhafte Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland zu werben. Festzuhalten ist also heute, die Lage auf dem MINT-Arbeitsmarkt bleibt weiterhin angespannt.

 

Was ist zu tun?
Es müssen sich alle Akteure aus der MINT-Branche verpflichtet fühlen, Jugendliche für MINT-Berufe zu begeistern und ihnen auf ihrem Karriereweg keine Steine in den Weg zu legen. Jeder hat seine Vorzüge und Talente, die er in "seinem Beruf" unter Beweis stellen kann. Man sollte also versuchen, diese Talente schnellstmöglich zu entdecken, zu lenken und zu fördern. So können künftig viele Jugendliche, die ihre erste Ausbildung oder ihr Studium abgebrochen haben, in MINT-Berufen ihre erste und zweite Chance erkennen.

 

Was tun wir konkret?
Mit der European MINT Convention bieten wir nationalen und internationalen MINT-Kräften, Arbeitgebern und dem gesamten europäischen MINT-Netzwerk die perfekte und bisher größte Plattform. Diese Convention wird zukünftig der Anlaufpunkt für nationales und internationales Recruiting im MINT-Bereich.

Bewerberinnen und Bewerber erhalten die Chance mit Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen und somit den idealen Berufseinstieg zu finden oder aber den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu machen.
Arbeitgeber werden auf der Convention ihre offenen Stellenangebote mit den MINT Talenten besetzen können. Das MINT-Netzwerk erhält die Möglichkeit sich gebündelt zu präsentieren, ihre Netzwerke zu stärken oder neue Kooperationen einzugehen.

 

Hier geht es zu weiteren interessanten Informationen:

MINT - Frühjahrsreport 2013

European MINT Convention

 

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