Wie werden eigentlich MINT - Talente in Europa erreicht?

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20.06.2014
von Tobias | GMINT | #mintmagazin

Wie werden eigentlich MINT - Talente in Europa erreicht?

Gerade MINT - Berufe bieten jungen Menschen vielseitige und interessante Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Immer mehr hochqualifizierte Arbeitswillige aus Südeuropa suchen nach Jobs in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Österreich oder der Schweiz.
Wieso also nicht dem nationalen Fachkräftemangel mit internationalen Fachkräften entgegenwirken?
Damit würden für die Herkunftsländer und Zielländer eine Win-Win Situation entstehen. Mittel- und langfristig werden die Fachkräfte jedoch wieder in ihren Heimatländern benötigt: "Eines Tages wird Spanien wieder Menschen anziehen", so Sáenz de Satamaria in einem Interview mit tagesschau.de.

Teilnehmer des Salzburger Trilogs appellieren an Europas Regierungen

Am 30.09.2013 trafen sich ranghohe Entscheider und Meinungsbildner aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur aus 11 Ländern auf dem Salzburger Trilog der Bertelsmann Stiftung.
Die Teilnehmer diskutierten über den weltweiten Wettbewerb um Arbeitskräfte und kamen zu dem Entschluss, dass es eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Nationen und Unternehmen geben muss, um Talente optimal einzusetzen und zu fördern.
Die Länder Europas müssen sicherstellen, für nationale und internationale Fachkräfte attraktiv zu sein und den entsprechenden Nachwuchs zu unterstützen. Die Teilnehmer fordern die Regierungen von Österreich, Deutschland und der Schweiz auf, eine "Talent - Koalition" für deutschsprachige Länder ins Leben zu rufen. Diese Länder könnten Vorreiter sein bei der Entwicklung von länderübergreifenden Talent-Strategien.

 

Was wird denn bereits in der EU getan?

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft machen sich intensiv Gedanken zu diesen wichtigen Themen und das auch nicht erst seit gestern.
Bereits im Jahr 2000 hat die EU sich sorgenvoll über die Wachstums- und die Beschäftigungssituation in Europa ausgedrückt und im gleichen Jahr noch die "Lissabon Strategie" beschlossen.
Diese Programm hatte zum Ziel, die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.

Mit Europa 2020 gibt es nun seit 2010 einen Nachfolger der "Lissabon - Strategie", welche dabei auf sieben Leitinitiativen aufbaut, die sich gegenseitig verstärken.

 

"Europa 2020 ist die Wachstumsstrategie der EU für das kommende Jahrzehnt. In einer Welt, die sich immer weiter entwickelt, wünschen wir uns eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft für Europa. Diese drei Prioritäten, die sich gegenseitig verstärken, dürften der EU und den Mitgliedstaaten helfen, ein hohes Maß an Beschäftigung, Produktivität und sozialem Zusammenhalt zu erreichen.
Dieser Wunsch findet seinen konkreten Ausdruck in den ehrgeizigen Zielen, die die Union in den fünf Bereichen Beschäftigung, Innovation, Bildung, soziale Integration und Klima/Energie bis 2020 verwirklicht sehen will. Jeder Mitgliedstaat hat für jeden dieser Bereiche seine eigenen nationalen Ziele festgelegt. Ferner wird diese Strategie durch konkrete Maßnahmen auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten untermauert." 
José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission

 


Aber, was wird denn genau für MINT in Europa getan?

Es gibt immer noch keine gemeinsame europäische Strategie, um vor allem das Thema MINT in Europa anzugehen. Hauptsächlich wird der MINT - Bereich von regionalen, nationalen und internationalen Initiativen gefördert. Daneben gibt es aber einige EU-Projekte, die auch MINT im weitesten Sinne mit fördern und unterstützen. Zwei EU-Programme stellen wir euch heute vor und werden auf alle anderen Projekte, Initiativen und Vereine erst einmal verlinken und in der Folge dann in weiteren Beiträgen im MINTmagazin gesondert eingehen.

 

Horizon 2020
Dieses EU-Projekt ist das weltweit größte Förderprogramm für Forschungsprojekte. Damit soll vor allem die Finanzierung von verschiedenen bestehenden Programmen gewährleistet werden.

Darunter befinden sich:

Und, damit werden natürlich auch MINT - Themen gefördert.

EM2-STEM

Mit dem von der EU - Kommission finanzierten Erasmus-Mundus-Programm "EM2-STEM" erhalten über 260 Bachelor- und Masterstudenten, wissenschaftliche Mitarbeiter, Forschungsassistenten und angehende Doktoranden, die im MINT - Bereich tätig sind, ein Stipendium.

STEM ist die englische Übersetzung von MINT und bedeutet:
Science, Technology, Engineering and Mathematics.

European MINT Convention

Neben diesen beiden EU - Programmen möchten wir natürlich auch auf die European MINT Convention (16. + 17. September 2014) aufmerksam machen. Dabei handelt es sich um die Plattform für MINT – Talente und MINT - Netzwerkpartner in und aus ganz Europa.
Es handelt sich um eine wegweisende europäische geprägte Veranstaltung, die von der GMINT MEDIA GmbH gemeinsam mit engagierten und bedeutenden Kooperationspartnern durchgeführt wird.

In der hochkarätigen MINTconference werden nationale und internationale Arbeitsmarktthemen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft besprochen und diskutiert. In der begleitenden Recruiting – Ausstellung "MINTexpo" haben nationale und internationale MINT – Bewerber die beste Möglichkeit mit Arbeitgebern aus den Branchen IT, Maschinenbau, Chemie, Forschung, Weiterbildung, uvm. in Kontakt zu treten und so den ersten oder aber nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu machen.

 

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